Venus in der Dämmerung, eines der seltenen Momente in der Gartensternwarte

Aus meiner Gartensternwarte heraus gibt es nur sehr wenige Augenblicke im Jahr, in der ich die Möglichkeit besitze noch in der Dämmerung die Venus zu fotografieren. Meine bisherigen Aufnahmen mussten immer bei Tag stattfinden.
In den sehr wenigen Momenten der Abendsichtbarkeit, denn morgens im Osten habe ich baulich bedingt gar keine Chance, muss es dann auch noch ziemlich schnell gehen, bevor „Hesperos“, aus der griechischen Mythologie der Abendstern und Bruder des Atlas, hinter einem angrenzenden Waldstück verschwindet.

simulierter Blick aus der Gartensternwarte (Stellarium)

Venus hat seinen Sonnenfernsten Punkt aber erst Ende Mai , vielleicht bietet sich bis dahin noch die Gelegenheit für ein kleines Fotoshooting. Natürlich muss dann auch noch das Wetter mitspielen, bevor ich nochmals an ein paar Minuten Videomaterial komme.

Fotografiert wurde im vollen Spektrum der Zwo Asi Kamera, also auch im nahen Infrarot. Meine Hoffnung bestand und besteht ja darin, in irgendeiner Form Strukturen der Wolkendecke aufnehmen zu können. Was ja dem ein oder anderen im nahen Infrarot schon gelungen sein soll. Allerdings bin ich diesbezüglich skeptisch, den Venus steht so tief, dass Strukturen auch nur das schlechte Seeing der Erdatmosphäre sein kann.

Info Wikipedia

„…Die Venus ist mit einer durchschnittlichen Sonnenentfernung von 108 Millionen Kilometern der zweitinnerste und mit einem Durchmesser von ca. 12.100 Kilometern der drittkleinste Planet des Sonnensystems. Sie zählt zu den vier erdähnlichen Planeten, die auch terrestrische oder Gesteinsplaneten genannt werden.
Die Venus ist der Planet, der auf seiner Umlaufbahn der Erdbahn mit einem minimalen Abstand von 38 Millionen Kilometern am nächsten kommt. Sie hat eine ähnliche Größe wie die Erde, unterscheidet sich aber in Bezug auf die Geologie und vor allem hinsichtlich ihrer Atmosphäre. Diese besteht zu 96 % aus Kohlenstoffdioxid und ihr Oberflächendruck ist 90-mal höher als auf der Erde.
Nach dem Mond ist die Venus das hellste Gestirn am nächtlichen Himmel. Weil sie als einer der unteren Planeten nur am Morgen- oder Abendhimmel sichtbar ist und nie gegen Mitternacht, wird sie auch Morgenstern und Abendstern genannt. Schon mit einem kleinen Fernrohr ist sie auch am Taghimmel beobachtbar, manchmal sogar freiäugig. Doch auch bei Erdnähe (ca. alle 1½ Jahre) lassen sich nur die Wolkenstreifen der äußerst dichten Atmosphäre erkennen. Die Erkundung der Oberfläche erfordert Radar…“

Wikipedia

Venus

Datum:28.02.2023
Uhrzeit:18:30 Uhr
Sonstiges:

Objekt Details

Scheinbare Helligkeitca. -3,9 mag
Entfernung:ca. 205 Mio km
Durchmesser:ca. 12.103 km
Winkelausdehnung:0° 0′ 12,16″

Bild Details

Teleskop:Meade LX200 ACF 3550/355*
HauptkameraZWO ASI 462MC Color *
Zubehör
Aufnahmezeit:5min (29%)
Verhältnisse:beginnende Abenddämmerung
Apps:FireCapture (Win)
AutoStakkert (Win)
RegiStax 6 (Win)
Gimp
Sonstiges:ohne Filter

1 Gedanke zu „Venus in der Dämmerung, eines der seltenen Momente in der Gartensternwarte“

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